Manuel Schweichler

Heilpraktiker für Psychotherapie

Wir sollten Leben mit dem Tod vor Augen schreibt Tobias Haberl im Magazin der Süddeutschen Zeitung am 29. Juli 2021. Er hält ein eindringliches Plädoyer für eine intensivere Beschäftigung in unserer Gesellschaft mit dem Tod und stellt als Gewinn mehr Gelassenheit und Gemeinschaftssinn in Aussicht. Mit persönlichen Beispielen und interessanten Ideen wirbt er für einen bewussteren Umgang mit einem Thema, was uns alle angeht – aber gerne verdrängt wird. Lesenswert.

Bloß kein Mitleid möchte Grace, wenn sie über den frühen Tod ihres Vaters erzählt. Nadja Lissok veröffentlichte am 07.05.2021 im Kölner Stadtanzeiger ein einfühlsames Portrait über Grace und ihre Erfahrungen. Grace selbst hat ihre Geschichte zuvor meiner Kollegin Bernadette Calenberg erzählt. Daraus entstanden ist „Hi, ich bin Grace“ – ein wunderbares kleines Buch mit den passenden Illustrationen von Alexander von Lengerke. Das Buch ist direkt bei TrauBe und exklusiv im Buchladen Die Tagediebe erhältlich. Sehenswert. Lesenswert.

In der New York Times Online haben Dani Blum und Jaspal Riyait am 06. April 2021 eine wunderbare Sammlung von Objekten und den dazugehörigen Geschichten zusammengetragen. Sie alle stehen für den Tod eines Menschen im vergangenen Jahr – viele, aber nicht alle davon sind an oder mit Corona verstorben. Diese gesammelten Erinnerungen im virtuellen Raum bilden ein interessantes Denkmal und laden zur eigenen Erinnerung und Auseinandersetzung ein. Sehenswert & Lesenswert.

Was ich Dir noch sagen wollte

Das große Schweigen. Grabesstille. Mitten im Leben. Wie viel bleibt ungesagt zwischen Paaren, Kindern und Eltern, Geschwistern, Freunden. Nach dem Tod schaut das anders aus: Wer unter der Erde liegt, kann nicht mehr weghören oder widersprechen. In der Reihe „Was ich Dir noch sagen wollte“ von Margot Litten für Deutschlandfunk Kultur sprechen Menschen mit ihren Verstorbenen über Liebe und Leid, Träume und Alpträume, Verpasstes und Verdrängtes. Beziehungen werden noch einmal lebendig, Erinnerungen leuchten auf wie Sternschnuppen. Wir hören Liebesgeschichten, Wutgeschichten und manches mehr. Hörenswert.

„Das Ende aller Hoffnungen – Wenn Kinder es nicht ins Leben schaffen“

ist der Titel einer berührenden Hörfunksendung im Deutschlandfunk, die am 05.10.2018 live gesendet wurde. Meine geschätzte Kollegin Heike Brüggemann spricht mit Daniela Wiesler und anderen Gästen über ein sensibles Thema, das doch viele Paare schmerzlich betrifft.

„Jede fünfte Schwangerschaft endet mit einer Fehlgeburt. Trotz der Häufigkeit ist das Thema immer noch ein Tabu. Viele Frauen und Männer schweigen darüber oder bekommen wenig einfühlsame Reaktionen. Wie erleben Frauen das plötzliche Ende ihrer Schwangerschaft, den Verlust ihres Kindes?“ so lautet die Ankündigung dieser Sendung. Toll finde ich, dass die Sendung auch die Perspektiven der betroffenen Väter mit in den Blick nimmt. Absolut hörenswert.

„Die Jagd nach Glück – Zwang zur guten Laune“

Heute mal ein Hörenswert, statt eines Lesenswert. Es ist mir eine große Ehre, Teil dieses wunderbaren Hörfunk-Features von Burkhard Reinartz in der Sendereihe Lebenszeichen sein zu dürfen. Gesendet im WDR am 22.07.2018. Die sensible Suche danach, was Glück ist und was Traurigkeit und Trauer auch für Qualität haben kann und warum wir auch Melancholie im Leben brauchen. Eine halbe Stunde Ohrenschmaus, die absolut hörenswert ist!

Wie Du es schaffst, mit dem Grübeln aufzuhören

Jeder kennt es und es gibt Phasen im Leben, da kommt man aus dem Grübeln kaum heraus. Das ist oft anstrengend und einengend. „Grübeln raubt Energie und bringt nichts“ schreibt Manuel Bogner in Ze.tt am 16. Dezember 2017. In seinem Artikel gibt Psychologin Bona Lea Schwab hilfreiche Tipps, das Grübeln in den Griff zu bekommen. Lesenswert.

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